Nimm mit 606.701 Campact-Aktiven Einfluss
auf aktuelle politische Entscheidungen.
Am 26. Juli haben Anti-Atom-Aktive in Heidelberg "Atom-Alarm" geschlagen - wie auch in rund 60 Wahlkreisen im ganzen Land. Lautstark und unüberhörbar machten sie dem CDU-Abgeordneten Dr. Karl A. Lamers deutlich, dass die Menschen in seinem Wahlkreis keine längeren AKW-Laufzeiten wollen!
Rund 100 Bürger haben heute vor der CDU-Regionalgeschäftstelle Rhein-Neckar in Heidelberg-Wieblingen ihren Unmut über die Atompolitik der Bundesregierung zum Ausdruck gebracht. Punkt 15.00 erhob sich ein ohrenbetäubender Lärm aus Tröten und Pfeiffen, es wurde auf Kochtopfe geschlagen und mit Atomlogo versehene Fässer zum klingen gebracht.
Nach 20 Minuten "Atom-Alarm", nur kurz unterbrochen durch Statements von Gerald Böhm, Campact Mannheim, die mit "Abschalten"-Sprechchören bekräftigt wurden, stellte sich Herr Dr. Lamers MdB den Demonstranten. Er zeigte sich erfreut über die demokratische Meinungsäußerung, zur Sache waren ihm nur Allgemeinsätze zu entlocken, wie "Die Atomkraft sei als Brückentechnologie unverzichtbar".
Der Unmut der anwesenden Bürger äußerte sich promt. Fragen aus der Runde offenbarten nur geringfügigen Sachverstand des Bundestagsabgeordneten bezüglich unserer Energiegewinnung und auf Diskussionen wollte er sich nicht einlassen.Mit dem Hinweis, dass die Atomenergie von der Mehrheit der Bürger abgelehnt wird und dass wir keine Ruhe geben werden, wurde Herr Dr. Lamers lautstark verabschiedet. Gegen 15.30 waren sich die Teilnehmer über den Erfolg ihrer Aktion einig und mit einem Aufbranden des "Atom-Alarms" endete die Versammlung. Die beiden Pressevertreter von dpa und RNZ zeigten sich beeindruckt von der Aktion.
Neben zahlreichen campact-Aktiven, war der BUND Heidelberg beteiligt
Text von Gerald Böhm, Fotos von Gerald Böhm